Bei herrlichem Spätsommerwetter genossen wir im Wallis am 1. und 2. September zwei abwechslungsreiche Tage. In Sierre hatten wir unser Quartier aufgeschlagen. Dort began im „Château de Villa“ am Samstag morgen die erste Weindegustation. Frisch gestärkt zogen wir danach los in Richtung Salgesch. Auf dem Rebbergweg liessen wir die Häuser von Sierre hinter uns und bestaunten die Aussicht ins Rhonetal.
Bevor wir am Zielort eintrafen lernten wir die Walliser Ausgabe einer Buschwirtschaft kennen. Beat Cina hat sich dafür in den Rebhängen oberhalb Salgesch ein paradiesisches Plätzchen frei gehalten. Nach einem Apero liessen wir es uns mit einem feinen Walliser Zvieriteller gut gehen.
Es folgte der Abstieg nach Salgesch und wer noch genug Energie hatte, konnte sich bei einer Führung durch das örtliche Weinbaumuseum die Geschichte des Weinanbaus im Wallis näher bringen lassen.
François Kuonen entführte uns danach in das angenehme Klima seiner Weinkeller. Den Ausführungen folgte eine Degustation der „Caveau de Salquenen“ Produkte mit anschliessendem Raceletteabend. Gregor Kuonen, der 88 jährige Patron des Hauses gab sich dabei alle Mühe, die rund 40 hungrigen Mäuler der Gesellschaft zu füttern. Wacker trug er Teller um Teller durch den Saal.
Zur abendlichen Stunde ging es dann mit dem Car zurück nach Sierre. Wer noch mochte stürzte sich in das Nachtleben von Sierre welches nicht besonders vielfältig erschien.
Der Sonntag brachte einen weiteren Höhepunkt, den Besuch der Vinea. Unser Hotel lag sehr zentral und vor der Hoteltüre ging es direkt los. Die Viena ist eine Weinschau, welche „alle Önophilen in ihrer Agenda rot anzeichnen sollten“ (original Zitat Vinea Website). In der Praxis sieht das so aus: Am Eingang kann man für Fr. 30.- ein spezielles Weinglas erwerben und darf damit auf einer etwa 1000 Meter langen Reihe von Zelten alle Weine der 120 anwesenden Weinproduzenten degustieren. Die milde Spätsommersonne machte den Sonntag auch zu einem herrlichen Ausflugstag und wer den Gefahren einer kilometerlangen Degustierzone entgehen wollte, konnte mit einem Ausflug nach Crans Montana diesen Tag bestens ausnutzen.
Ein herzliches Dankeschön geht an Leo für die einwandfreie Organisation der Weinprobe!
